«Es darf nicht sein, dass im OP-Saal acht Stunden lang nur herumgedoktert wird», so lautet der Titel eines aktuellen Artikels in der NZZ. Der spannende Dialog basiert auf Medienberichten, unter anderem aus dem «Kassensturz» von SRF, die verschiedene Herausforderungen und Probleme in der medizinischen Aus- und Weiterbildung thematisieren.
Diese Themen zusammengefasst: Leider können die jungen Chirurginnen und Chirurgen in der Schweiz nicht mehr gut lernen, wie man sicher operiert. Die engagierten und motivierten Nachwuchsärzte verbringen einen Grossteil ihrer wertvollen Zeit mit Schreibarbeiten und im Notfalldienst, während sie im Operationssaal selten die Möglichkeit haben, ihre Ausbildung aktiv voranzutreiben. Hinzu kommt, dass es nicht genügend Patienten gibt, um ihnen ausreichend Übungsmöglichkeiten zu bieten. Auch hinsichtlich des OP-Katalogs, den die Ärzte einhalten müssen, gibt es Unregelmässigkeiten.
Ein erfahrener und ein junger Chirurg analysieren diese Themen in der NZZ (Paywall).
Viel Administration, wenige Operationen und die Rolle von Simulation
Aus unserer Perspektive und basierend auf jahrelanger Erfahrung sind zwei Aussagen von Vital Schreiber, dem Präsidenten der Zürcher Chirurgengesellschaft und Chefarzt der Chirurgie in Uster, besonders hervorzuheben:
- «Teil des Problems ist, dass ein Spital auf Assistenzärzte der Chirurgie angewiesen ist, um die Notfallstation zu bestücken oder administrative Arbeiten zu erledigen. Nimmt man diese Gruppe hinzu, haben wir in der Tat zu wenige Operationen.»
- «Gleichzeitig ist uns allen bewusst, dass eine grosse praktische Erfahrung – sowohl durch Simulation als auch durch eine hohe Zahl an realen Fällen – entscheidend ist, um eine gute Versorgungsqualität sicherzustellen.»
Simulatoren wie wir sie seit Jahren in der Schweiz anbieten, können ein Kernelement zur Lösung sein. Sowohl die «klassischen», aber draht- und kabellosen Patienten-Simulatoren mit Puppen als auch modernste Skills-Simulatoren mit Virtual Reality. Diese Simulationen ermöglichen das 24/7-Lernen in einer lebensnahen Umgebung. Dies ohne auf Patientinnen und Patienten warten zu müssen, ohne Stress und ohne die Patientensicherheit zu gefährden und erwiesenermassen effizient. Während Assistenzärzte im OP oft nur Teile einer Operation durchführen und damit üben können, bietet die Simulation von Reavita die Möglichkeit, komplette Eingriffe von A bis Z zu trainieren.
Der Nutzen ist für die Aus- und Weiterbildung, aber auch für das Spital insgesamt gross: Detail-Informationen
Vorreiterinnen wie das Kantonsspital Uri lassen sich in Fachkreisen deutlich zitieren: «Diese Investition muss ein Spital machen», so die langjährige Chefärztin Gynäkologie und Geburtshilfe bei medinside.ch. Leider ist die Schweiz beim Einsatz von medizinischen Simulatoren nach wie vor im Rückstand im Vergleich zu Ländern wie Holland, Frankreich, Japan oder Polen.
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Unser Robotik-Chirurgie-Simulator in der Praxis in Japan
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