Auf einen Blick
 

Leben retten, nie zögern: Haftungs-Fragen und Rechtliches sind klar

Aus Angst vor einer möglichen Schadenersatzpflicht wird heute leider oft gezögert, Hilfe zu leisten, oder die Hilfeleistung wird leider unterlassen. Diese Befürchtungen sind unbegründet. Reavita AG hat die Haftung geregelt.

Bei Herzstillstand führt Zögern zum Tod des Opfers. Ausserdem sind Befürchtungen von Schadenersatz-Pflichten unbegründet. Selbst aus den USA ist keine Verurteilung bekannt.


Reavita AG hat Haftung geregelt

Der Ausbilder übernimmt medizinische Haftungsansprüche nach einem Notfalleinsatz bei Inhabern des gültigen Reavita-Zertifikats einer Reavita-Schulung. Jedes Zertifikat ist von unserem ärztlichen Leiter, Notarzt SGNOR, unterzeichnet. Ersthelfer können im Notfall handeln statt zu zögern.

Hilfspflicht in der Schweiz
In der Schweiz ist jede Person verpflichtet, einem in Lebensgefahr schwebenden Menschen zu helfen. Ausnahme: Falls die Hilfeleistung den Umständen nach nicht zumutbar wäre (z.B. Wasserrettung für einen Nichtschwimmer). Siehe auch Art. 128, Schweizerisches Strafgesetzbuch.

Keine Haftpflicht für Helfer
Leistet eine Person in guten Treuen Erste Hilfe, wird sie bei Verursachung eines dabei entstandenen Schadens nicht zur Rechenschaft gezogen. Die Person haftet nur, wenn sie den Schaden durch grobes Verschulden oder vorsätzlich verursacht hat (z. B. bei Unterlassung der Ersten Hilfe). Die Ausbildung, Fachkenntnisse und weitere Fähigkeiten der Erste-Hilfe-Person sind zu berücksichtigen (Art. 321e OR).

Wer Erste Hilfe leistet, haftet nicht für einen eventuell zugefügten Schaden, sofern er bestrebt war, im Rahmen seiner Möglichkeiten das Beste zu leisten (siehe auch Interverband für Rettungswesen IVR "Haftung des Laien bei Leistung von Nothilfe"). Weiter sieht das Strafgesetzbuch für dieses Handeln aus achtenswerten Gründen maximal die kleinste Strafe, eine Busse, vor.

Amerikanische Gäste
Weder in den USA noch in der Schweiz wurde bis dato (Mai 2008) ein medizinischer Laienhelfer wegen Hilfeleistung bei einem Herzstillstand belangt: weder verurteilt, noch zur Zahlung einer Busse, noch zu Schadenersatz verpflichtet.

U.a. in den USA gehen Experten davon aus, dass Unternehmen Gerichtsfälle verlieren, die an KEINEM AED-Programm (Defibrillator, CPR-Schulung) teilnehmen. Erste Verurteilungen: Busch Gardens Amusement Park (Florida); Lufthansa. In der Schweiz lohnt es sich, die Einhaltung des Arbeitsgesetzes ArG, dessen Verordnung 1-4 und die Einhaltung der EKAS-Richtlinien zu prüfen.

Wer darf defibrillieren?
In der Schweiz existieren dazu keine gesetzlichen Grundlagen. Laiengerechte Defibrillatoren AED dürfen von allen eingesetzt werden. Die Hersteller-Anweisungen in der Bedienungs-Anleitung sind für den Anwender verbindlich. Im Gegensatz zu anderen AED-Herstellern sollen Philips Heartstart AEDs gemäss deren Bedienungs-Anleitung auch im Zweifelsfall angeschlossen werden. Selbst eine Puls-Prüfung ist für Laienhelfer bei Philips AEDs nicht Pflicht!

Die Reavita AG empfiehlt nur professionell geschulten Personen (medizinische Laien) die Anwendung des Defibrillators. Professionelle Retter (Ärzte, Rettungssanitäter) verfügen über Geräte mit Zusatzfunktion; diese AEDs dürfen von Laien nicht bedient werden.

Weitere Informationen

  • In der Schweiz lohnt es sich, die Einhaltung des Arbeitsgesetzes ArG, dessen Verordnung 1-4 und die Einhaltung der EKAS-Richtlinien zu prüfen.
  • Die regelmässige Notfallschulung durch notfallerprobte Profis gibt Sicherheit und nimmt Berührungsängste.
  • Für Airlines bestehen spezifische Richtlinien und Vorschriften, die wir Ihnen gerne erläutern.

Die reavita- Philosophie: Ersthelfer sollen im Notfall nicht zögern. Dies ermöglicht das lebensrettende Angebot für medizinische Laien.